Blog

Indiepodcasts – in der deutschsprachigen Podcastkritik vernachlässigt?

Die deutschsprachige Podcastlandschaft ist verdammt heterogen. Sowohl, was Themenvielfalt, Demographie der Podcastenden (naja, zumindest zunehmend…) als auch Produktionsaufwand und -hintergrund angeht. Podcasts, die in den gängigen Podcastverzeichnissen zu finden sind, variieren von rohen Gesprächsformaten mit minimaler Vor- und Nachbereitung bin hin zu aufwendigen Featureformaten, in die manchmal hunderte Arbeitsstunden von einem mehrköpfigen Produktionsteam fließen. Es mag eine substanzielle Korrelation zwischen dem Arbeitsaufwand für eine Podcastepisode und dem Professionalisierungsgrad der Podcastproduzierenden geben, aber sie ist nicht perfekt. Mit anderen Worten: Es gibt Profi-Podcasts, bei denen man sich beim Hören fragt, wofür überhaupt Geld in die Hand genommen wurde und es gibt

weiterlesenIndiepodcasts – in der deutschsprachigen Podcastkritik vernachlässigt?

Das Beste, was Filmpodcasts passieren konnte

tl;dr: Frauen und andere Personen aus marginalisierten Gruppen müssen sich ihr Standing in der deutschsprachigen Filmpodcastszene erkämpfen. Dabei heben sie Filmpodcasts auf ein neues Niveau. Ich gebe zu, der Titel ist ein billiges Rip-off von Nele Heises großartigem Artikel über Frauen in der Podcastszene. Aber ein Sprichwort sagt ja, dass Nachahmung die größte Form der Anerkennung sei. Das lasse ich also einfach mal so stehen. Seit Herbst 2018 bin ich aktiv in der Podcastszene. Mein damaliger Lebens- und jetzt immer noch bester Podcastpartner Julius und ich grübelten über den Sommer hinweg, was ein passendes Konzept für uns wäre. Julius war

weiterlesenDas Beste, was Filmpodcasts passieren konnte

Ich tracke, also laufe ich

Unter diesem Titel habe ich Ende des letzten Jahres einen Vortrag im Rahmen der virtuellen Vortragsreihe „Mensa Goes Science“ gehalten. In diesem Vortrag erkläre ich, was wir unter dem Abhängigkeitseffekt von Fitnesstrackern verstehen, welche Nutzer:innengruppen davon vermutlich eher betroffen sind und wie die Studien aussahen, die wir zur Untersuchung dieser Fragestellungen durchführten. Die Vortragsreihe ist definitiv einen Blick wert: Organisatorin und Wissenschaftskommunikatorin Tanja Gabriele Baudson hat ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, dass zwar psychologie-lastig, aber nicht -exklusiv ist. Schaut unbedingt mal rein!

Düsterer Jahresbeginn

Tradition ist etwas, zu dem ich ein gespaltenes Verhältnis habe. Einerseits sträubt sich in mir alles, unhinterfragt tradierte Gewohnheiten zu übernehmen. „Weil man es immer schon so gemacht hat“ ist eben keine Rechtfertigung für irgendwas. Andererseits finde ich es großartig, selbst neue Traditionen zu etablieren. Eine solche ist der Neujahrspaziergang. Dieses Jahr fuhren Julius und ich zum Schlosspark Lützschena. Der im Nordwesten Leipzigs gelegene Park ist mit der Tram 11 bequem zu erreichen und bietet unterschiedlich weitläufige Routen. Egal, ob man sich nur kurz die Beine vertreten oder mehrere Stunden in der Natur verbringen möchte, der Schlosspark ist immer ein

weiterlesenDüsterer Jahresbeginn