Düsterer Jahresbeginn

Tradition ist etwas, zu dem ich ein gespaltenes Verhältnis habe. Einerseits sträubt sich in mir alles, unhinterfragt tradierte Gewohnheiten zu übernehmen. „Weil man es immer schon so gemacht hat“ ist eben keine Rechtfertigung für irgendwas. Andererseits finde ich es großartig, selbst neue Traditionen zu etablieren. Eine solche ist der Neujahrspaziergang.

Dieses Jahr fuhren Julius und ich zum Schlosspark Lützschena. Der im Nordwesten Leipzigs gelegene Park ist mit der Tram 11 bequem zu erreichen und bietet unterschiedlich weitläufige Routen. Egal, ob man sich nur kurz die Beine vertreten oder mehrere Stunden in der Natur verbringen möchte, der Schlosspark ist immer ein geeigneter Ort zum Runterkommen.

Dieses Mal bot er zudem durch Nebel, einen lückenlos bedeckten Himmel und dahinter eine tief stehende Wintersonne eine besonders düstere Stimmung, die ich versucht habe, mit meiner Kamera einzufangen. So ein Nachmittag in der grauen Natur, gefolgt von Schokocappuccino und einem guten Film auf dem Sofa, ist eigentlich gar kein übler Start in 2021.

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